Seit Beginn der 200er Jahre ist der Begriff en vogue. Sowohl in der Bourgeoisie als auch in der Boheme. Im Jahr 2004 wurde er in den Duden aufgenommen und war für einige Zeit auf dem Höhepunkt der hipness. Oft wird grenzdebil verwendet ohne Rücksicht auf den eigenen Standpunkt. Ehe man sich versieht, zielt das Mündungsrohr auf einen selbst.

In der historischen Psychiatrie war die klassische Einteilung nach Intelligenzquotient folgendermaßen: Idiotie (IQ 0 —25) Imbezillität (IQ 25 – 50) – Debilität (IQ 50 – 70/75).
Das wirft neue Fragen auf. Der Ausdruck grenzdebil ist folglich uneindeutig, wenn der Sender nicht klar zu erkennen gibt, auf welcher Seite er steht.
Ist es der Normalo (IQ > 70), der auf den Debilen herabschaut, oder ist es der Imbezile, der zum Debilen aufblickt?



